In der zweiten Dekade der 60er schlug in New York City das Herz des Jazz. Z.b. traten im Oktober 1964 an vier Tagen 20 Jazzformationen im Cellar Cafe auf. Darunter Ornette Coleman, Cecil Taylor und John Coltrane, das Happening ging unter dem Titel "October Revolution" in die Jazzgeschichte ein. Thelonious Monk kam auf das Cover des Time Magazine (The high priest of the Bebop). Joe Zawinul gelang mit seiner Komposition "Mercy, mercy, mercy" ein Welthit. Viele Musiker gingen neue Wege, Innovation hieß die Devise. Albert Ayler verband sein sehr freies Saxophonspiel mit Volksmelodien und New Orleans-Brassband-Fanfaren. Das Album "Free Jazz - A collective improvisation by the Ornette Coleman Double Quartett" gab dieser Strömung ihren Namen. Nach Spiritualität wurde gesucht. John Coltrane wie Pharao Sanders huldigten dem Islam. Unter all diesen Arrivierten des modernen Jazz suchten sich junge Musiker in dieser brodelnden Stadt zu behaupten. Keith Jarrett zum Beispiel, oder Gary Burton und Larry Coryell. Anfang der 70er war es plötzlich vorbei mit dem Jazzboom! Die großen Plattenfirmen setzten voll auf Rock, Jazzclubs sperrten reihenweise zu. Viele Musiker wie Miles Davis wandten sich nun auch dem neuen Jazzrock oder Fusion Stil zu. Eine Ära des Jazz ging zu Ende. Nicht nur im übertragenem Sinn. Nachdem Drogen, Krankheit und Alkohol schon einigen großen Musikern das Leben gekostet hatten, starben 1967 mit Coltrane , 1970 mit Albert Ayler und Eric Dolphy weitere Protagonisten des Jazz
zurück
Jim Pepper
